Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gar keine. Sie müssen weder das NOW!-Buch noch ein anderes Buch zur natürliche Gemeindeentwicklung lesen. Alles, was Sie wissen müssen, um am Training teilzunehmen, finden Sie auf der NOW!-Website. Das einzige Dokument auf der Website, das Sie lesen sollten, ist der Entwurf für die vier Trainingseinheiten – 2–3 Seiten zur Vorbereitung jeder Einheit. Allerdings stehen denjenigen Teilnehmern, die tiefer in die Materie eindringen wollen, mannigfache und detaillierte Hintergrundinformationen (z.B. in diesem Büchlein oder in anderen NCD-Büchern) zur Verfügung. Die meisten dieser Bücher sind in einem weiten Spektrum unterschiedlicher Sprachen erhältlich.
Wenn Sie von Anfang an wissen, dass Sie nicht bereit oder in der Lage sind, sich auf vier Sitzungen des Empfangens und vier des Weitergebens einzulassen, sollten Sie in den Prozess nicht beginnen. Sollten Sie im Laufe des Training Gründe haben, um auszusteigen, sind Sie natürlich frei, das jederzeit zu tun. Dabei müssen Sie jedoch beachten, dass Sie nicht nur Verantwortung für sich selbst übernommen haben, sondern auch für die Menschen, an die Sie das Training weitergeben. Sollten Sie sich entscheiden, selber auszusteigen, dann erkunden Sie die Möglichkeit, ob Ihre Partner, die gleichzeitig mit Ihnen trainiert werden, ihre eigene Trainingsgruppe entsprechend erweitern können.
Absolut. Bei NCD International haben wir die denkbar höchsten Standards im Blick auf die Vertraulichkeit von Daten. Ihre Testergebnisse und andere Informationen werden nur mit Anderen geteilt, wenn Sie sich selbst dafür entscheiden, dies zu tun. Bei Personen, die die Einladung zum NOW!-Training angenommen haben, wird das Ergebnis des Geistliche-Energie-Tests automatisch mit der einladenden Person geteilt, um ein Gespräch über die Ergebnisse zu ermöglichen. Die einzige Information, die standardmäßig für Andere im Internet sichtbar ist, ist Ihr Vornahme als Teil des „NOW!-Baums“. Deshalb werden Sie von Teilnehmern in ihrer unmittelbaren Umgebung des Prozesses identifizierbar sein, von anderen Teilnehmern dagegen nicht.
Natürlich. Eine dieser Möglichkeiten besteht darin, das Training weiteren Personen, die Sie kennen, anzubieten, oder auch (möglicherweise über Skype) Menschen, die gerne am Prozess teilnehmen möchten, aber bislang noch von niemandem eingeladen worden sind. In der vierten Trainingseinheit werden Sie sich mit verschiedenen Möglichkeiten beschäftigen, den Prozess auf eine Weise fortzusetzen, die Ihrer spezifischen Situation Rechnung trägt. Allerdings besteht für niemanden eine Verpflichtung, irgendetwas über die acht Stunden hinaus zu tun, zu denen man sich verpflichtet hat.
Nein, weder eine formale Mitgliedschaft noch ein aktives Engagement in einer Gemeinde ist Voraussetzung für die Teilnahme am Trainingsprozess.
Die durch den Prozess vermittelten Prinzipien gelten sowohl für Christen als auch für Nicht-Christen. Deshalb ist es keinesfalls Voraussetzung für die Teilnahme, dass man selbst Christ ist. Allerdings sollte Nicht-Christen, die ins Training einsteigen, bewusst sein, dass dieser Prozess von Christen entwickelt wurde. Sie werden diese Tatsache während des gesamten Prozesses spüren. Wenn sie diese Tatsache nicht stört, sind sie herzlich eingeladen.
Nicht wirklich. Dieser Satz wurde für Christen formuliert, die sich mit dem Gedanken tragen, in den Prozess einzusteigen. Wenn ich mit Nicht-Christen zu tun hätte, würde ich folgende Frage stellen: „Ist es Ihnen ein Anliegen, persönliches Wachstum zu erleben, auch wenn das beinhalten kann, dass es in wichtigen Bereichen Ihres persönlichen Wertesystems zu Veränderungen kommt? Sind Sie daran interessiert, Teil eines weltweiten Prozesses zu werden, der Sie selbst und andere Menschen verändern wird?“
Genauso wie die Natürlichen Gemeindeentwicklung insgesamt ist das NOW!-Training nicht an eine bestimmte geistliche Tradition oder Denomination gebunden. Da die Prinzipien universell einsetzbar sind, gelten sie für alle Denominationen. Es mag einige Denominationen geben, in denen ein solcher Prozess einfacher zu starten ist als in anderen, da die Kultur in diesen Gruppen offener für derartige Initiativen ist. Aber grundsätzlich gilt, dass das NOW!-Training in jeder Denominationen durchgeführt werden kann, und zwar in einer Weise, dass alle Beteiligten davon profitieren.
Innerhalb des NOW!-Prozesses verstehen wir Leiterschaft schlicht als Einfluss, den wir auf das Leben anderer Menschen haben. Wenn Sie Einfluss auf mindestens zwei Menschen haben, können Sie teilnehmen. Sie müssen keineswegs ein kirchlicher Leiter im Sinne eines Pastors, Superintendenten oder Bischofs sein. Wenn Sie allerdings eine dieser Führungspositionen bekleiden, werden Sie das Training wahrscheinlich als ganz besonders hilfreich empfinden.
Um das NOW!-Training so durchzuführen, wie es auf dieser Webseite beschrieben wird, müssen Sie sich registrieren. Nur durch die Registrierung erhalten Sie Zugang zu den Support-Tools (wie die Entwürfe für die vier Trainingseinheiten, den „NOW!-Baum“, das Einladungssystem, etc.), und nur dann können Sie die Wirkung, die Ihr Engagement auf das Leben anderer Menschen hat, überprüfen.
Nein, das ist nicht möglich. Die Weitergabe dessen, was Sie gelernt haben, ist kein optionaler zweiter Schritt, sondern ein wesentlicher Teil des Trainings selbst. Wir empfangen im Akt des Weitergebens.
Nein, das funktioniert nicht. Jede Trainingseinheit, in der Sie etwas empfangen, beruht – mit Ausnahme der ersten Einheit – auf eine vorangehende Einheit des Weitergebens, und wertet die Erfahrungen, die Sie mit dem Weitergeben des Empfangenen gemacht haben, aus. Deshalb sollte jede Trainingseinheit mit mindestens zwei anderen Menschen wiederholt werden, bevor die nächste Trainingseinheit beginnt. Allerdings ist der gesamte „Lehrplan“ – also ein Aufriss aller vier Einheiten – von Beginn des Trainings an zugänglich.
Das NOW!-Konzept geht davon aus, dass Sie in den Trainingseinheiten in einer Gruppe arbeiten (seien es drei oder mehr, einschließlich Ihrer eigenen Person). Die dadurch entstehende Gruppendynamik wirkt sich positiv auf den Lernprozess aus und erhöht die Verantwortlichkeit. Wenn es allerdings Gründe gibt, das Training in Einzelsitzungen durchzuführen, können Sie das natürlich tun. Wir würden das als einen akzeptablen „Plan B“ sehen.
Natürlich können Sie das. Zwei ist das Minimum; es ist keine Beschränkung. Wenn Sie z.B. mit einer Gruppe von sechs oder sieben Personen arbeiten möchten, fühlen Sie sich frei, das auch zu tun. In diesem Fall sollten Sie allerdings mehr Zeit als die standardmäßig vorgesehenen 60 Minuten pro Sitzung einplanen. Alternativ dazu können Sie, nachdem Sie mit einer ersten Trainingsgruppe die vier Einheiten durchgeführt haben, mit einer weiteren Trainingsgruppe beginnen.
Nein, das NOW!-Training ist kein NCD-Coachtraining und sollte auch nicht damit verwechselt werden. Allerdings könnte es sich für NCD-Coaches lohnen, sich am NOW!-Training zu beteiligen. Auf diese Weise können sie wichtige Fähigkeiten vertiefen bzw. dazulernen.
Absolut. Coaching-Begabungen sind keine Voraussetzung für den Prozess. Es ist natürlich richtig, dass erfahrene Coaches – oder Kleingruppenleiter – mehr Möglichkeiten haben, die Lernerfahrung reicher und tiefer zu gestalten. Da allerdings der gesamte NOW!-Prozess auf unbegrenzte Reproduzierbarkeit zielt, könnte es sogar von Nachteil sein, den Prozess zu sehr mit Methoden zu individualisieren, die die Teilnehmer nur schwer selber anwenden können. Selbst Menschen, die noch nie ein Training durchgeführt wurden, können das NOW!-Training weitergeben. Die Person, die das Training durchführt, mag sich entscheiden, schlicht die im Lehrplan aufgelisteten Fragen vorzulesen und die anderen Teilnehmer um ihre Gedanken dazu zu bitten. Der Prozess ist bewusst so konzipiert, dass er auch dann funktionieren. Für diese Art von Training gilt die Regel: Wenn Sie lesen können, dann können Sie auch das Training leiten.
Zunächst einmal sollten Sie sich vor Augen halten, dass dies die einzigen Kosten sind, die im Trainingsprozess anfallen, und dass diese bewusst auf ein Minimum reduziert wurden, um einer maximalen Anzahl von Personen die Teilnahme zu ermöglichen. Wenn es Ihnen nicht möglich ist, für die Geistliche-Energie-Tests Ihrer Trainees zu bezahlen, können Sie auf der NOW!-Webseite anonym beantragen, dass ein anderer Teilnehmer des NOW!-Prozesses die Kosten übernimmt. Natürlich sollten Sie nur dann von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, wenn es keine andere Möglichkeit für Sie gibt, am Training teilzunehmen.
Wenn Sie ein professioneller Coach und daran gewohnt sind, für Ihr Training ein Honorar zu berechnen, dann sollten Sie das auch in Zukunft tun. Wir brauchen mehr Dienste, die sich finanziell selbst tragen und nicht darauf angewiesen sind, von außen subventioniert zu werden. Allerdings sollte für die vier Einheiten des NOW!-Trainings kein Honorar erhoben werden. Ob Sie Universitätsprofessor, Lastwagenfahrer, Bischof, Pastor, Hausfrau, Berater oder Kleingruppenleiter sind, innerhalb des NOW!-Trainings gilt die Regel: „Umsonst habt ihr‘s empfangen, umsonst gebt es auch“ (Matthäus 10,8). Der ganze Prozess beruht auf dieser Prämisse. Niemand zahlt der Person, die das Training durchführt, indem er oder sie ihr Geld gibt. Vielmehr erfolgt die „Zahlung“ dadurch, das man das Empfangene an Andere weitergibt.

Ganz im Gegenteil. Ungesunder Druck entsteht immer dann, wenn man einseitig auf die Zukunft konzentriert ist. Solcher Druck ist ein Hinweis darauf, dass man gerade nicht im Jetzt lebt. Der Fokus auf den Augenblick lässt uns dagegen entspannen; wir lernen zu schätzen, was wir momentan erleben, und können darauf reagieren. Das„Jetzt“, wie es im Neuen Testament verstanden wird verbindet uns buchstäblich mit der Ewigkeit – und das ist eine Kategorie jenseits von Raum und Zeit.

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Grafik: Das Verständnis von "Jetzt" in der vor-neutestamentlichen Philosophie (erstes Diagramm) im Unterschied zum neutestamentlichen Ansatz (zweites Diagramm). Nach neutestamentlichem Verständnis verbindet uns das "Jetzt" buchstäblich mit der Ewigkeit – eine Kategorie jenseits von Raum und Zeit. Dieses "Jetzt" ist durch die Überschneidung von Vergangenheit und Zukunft gekennzeichnet.

Ein Ziel des Prozesses ist es, 50.000 Change Agents weltweit auszubilden. Sobald das erreicht ist, müssen wir neu auswerten, wo wir stehen, und was als Nächstes zu tun ist. In einem tieferen Verständnis allerdings wird der NOW!-Prozess so lange weitergehen, wie die vom Neuen Testament definierte Jetzt-Zeit andauert.

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Grafik: Das Verständnis von "Jetzt" in der vor-neutestamentlichen Philosophie (erstes Diagramm) im Unterschied zum neutestamentlichen Ansatz (zweites Diagramm).

Die Antwort ist ein eindeutiges „Nein“. Natürlich sollten Menschen so gut wie nur irgend möglich ausgebildet sein. Allerdings ist das Weitergeben dessen, was man empfangen hat, ein wesentlicher Teil dieser Ausbildung. Wir lernen nicht dann am besten, wenn wir monatelang in einem Seminarraum sitzen, um dann später in einen Modus zu wechseln, in dem wir versuchen, die praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Gelernten zu erkunden. Wir lernen vielmehr dann am besten, wenn wir das Gelernte umgehend anwenden und den Erfolg dieser Anwendung auswerten, bevor wir zur nächsten Phase des Lernens voranschreiten.
Es gibt zwei Pole, die in Spannung zueinander stehen. Wenn Sie ein erfahrener Coach oder bevollmächtigender Leiter sind, wird es Ihnen vermutlich relativ leicht fallen, energieumwandelnde Fragen spontan zu formulieren und zahlreiche Coaching-Methoden, die Ihnen vertraut sind, anzuwenden. Die Menschen werden das zu schätzen wissen. Dieses Verfahren hat aber auch Nachteils. Es kann Teilnehmer, die nicht so erfahren sind wie Sie selbst, entmutigen, das Training an Andere weiterzugeben. Im Blick auf Multiplikation ist ein stark standardisiertes – was auch immer bedeutet: vereinfachtes – Verfahren oft das bessere. Wenn ich selbst „normale“ Coachingsitzungen durchführe, greife ich natürlich auf das gesamte Repertoire von Erfahrungen zurück, die ich durch unsere Forschung und die Interaktion mit Tausenden von Führungskräften gesammelt habe. Wenn ich allerdings im Rahmen von NOW! Trainingseinheiten durchführe, achte ich sorgfältig darauf, solche Elemente, die mit meinen speziellen Erfahrungen oder Fähigkeiten in Verbindung stehen, auf ein absolutes Minimum zu beschränken. Alles, was ich selbst weitergebe, sollte für jeden anderen reproduzierbar sein. Das ist natürlich ein erhebliches Opfer im Blick auf die Individualität und Professionalität des Trainings. Im Blick auf Multiplikation jedoch ist es ein Gewinn.
Wenn ich Ihr Chef wäre und Sie etwas Wichtiges mit mir zu teilen hätten, wäre ich ausgesprochen glücklich, von Ihnen zu lernen. Ich persönlich funktionieren extrem unhierarchisch und lerne von den unterschiedlichsten Menschen, völlig unabhängig davon, wer diese Menschen sind, was, was ihr Status in der Gesellschaft ist und ob ich mit ihnen in jedem Bereich ihres Lebens übereinstimme. Dies ist allerdings lediglich meine persönliche Präferenz. Die meisten Kulturen funktionieren anders. In vielen Fällen wäre es undenkbar, dass die Sekretärin des Bischofs den Bischof trainiert, oder ein Laie den Pfarrer. Das Prinzip der Energieumwandlung lehrt uns, die vorhandenen Energien zu nutzen (d.h., sich auf diesen natürlichen Fluss der Dinge einzulassen), anstatt zu versuchen, die Menschen zunächst umzuerziehen, bevor Sie das Training erhalten können. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl der Personen, die Sie trainieren, Kriterien wie z.B. „Hierarchie“ berücksichtigen. Vielleicht funktioniert es in Ihrer Situation am besten, wenn der Präsidenten Ihrer Denomination die regionalen Superintendenten trainiert, die Superintendenten die Pastoren trainieren, die Pastoren die Kleingruppenleiter und die Kleingruppenleiter ihre Gruppenmitglieder. Keiner dieser beiden Ansätze – hierarchisch oder nicht-hierarchische – ist besser als der jeweils andere. Das wichtige Kriterium ist, ob der gewählte Ansatz auch tatsächlich funktioniert. Und um zu sehen, ob es funktioniert hat, müssen wir nach der Frucht fragen.